EHEC
Meldekette
Patienten lebenslang zur Dialyse
Tagesschau.de
Folgen der EHEC-Infektionen
Massive Folgeschäden
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet massive Folgeschäden für EHEC-Erkrankte. “Etwa 100 Patienten sind so stark nierengeschädigt, dass sie ein Spenderorgan brauchen oder lebenslang zur Dauerdialyse müssen”, sagte Lauterbach der “Bild am Sonntag”.
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| Dialysecentra van Kuratorium in Duitsland (Voordracht Congres Hans Mak Instituut 2010) |
Meldekette
Zugleich warnte er vor weiteren Infektionswellen in Deutschland: “EHEC-Erreger sind weltweit auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland wird es künftig immer wieder zu EHEC-Ausbrüchen kommen.”
Ursache für die starke Ausbreitung der Krankheit sei der Meldeweg, so Lauterbach. Die bisherige Meldekette vom Gesundheitsamt vor Ort über das Landesgesundheitsamt an das Robert-Koch-Institut dauere mindestens eine Woche. In Zukunft sollte seiner Ansicht nach jeder EHEC-Fall direkt per Mail an das Institut gemeldet werden. Lauterbach kündigte eine Untersuchung im Gesundheitausschuss an.
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Ägyptische Bockshornkleesamen könnten der Auslöser für EHEC-Ausbrüche in Deutschland und Frankreich sein. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit in Parma in einer gemeinsamen Analyse mit dem Europäischen Zentrum zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten in Stockholm. Danach gibt es anscheinend eine Verbindung zwischen einer ägyptischen Samenlieferung von 2009 zu einem EHEC-Ausbruch in Frankreich. Die Samen wurden auch nach Deutschland exportiert. Allerdings sei es noch nicht sicher, dass die gemeinsame Ursache der EHEC-Erkrankungen gefunden sei.